Das Reich Gottes (der Konfirmanden)

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Ich bin überzeugt, dass sie mehr wissen, als sie zugeben. Auch, wenn sie überwiegend damit beschäftigt sind, ihre plötzlich viel zu lange Gliedmaßen möglichst für den anderen Geschlecht attraktiv zu drapieren oder die Haare.

Letztlich wissen sie aber wirklich, worauf es ankommt. Wenn man sie dabei erwischt. Die Konfirmanden.

Ich hatte mit ihnen scheinbar nutzlose Stunden lang die Gleichnisse Jesu durchgenommen. Bis sie dann bei der Schlussrunde, als ich ihnen Zettel mit der Überschrift „WO GOTT HERRSCHT…“ auslegte, anfingen zu zaubern.

Hier kommen ihre Sätze ohne weiteren Kommentar.

WO GOTT HERRSCHT…

  • spielen Gleichberechtigung und Fairness eine große Rolle!
  • da finden Trauer und Leid ein Ende und die Toten erstehen auf.
  • da wird jeder satt.
  • da wird Menschen in Not geholfen!
  • wird einem verziehen.
  • da wird kein Unglück passieren.

Siehe da. Das Reich Gottes – im jetzt schon und noch nicht.

http://www.st-antonius.at/spruchplakate/index.php/downloadfullsize/send/64

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2 burgenländische Pfund

Die Frau, die eine Freundin werden könnte, bringt zwei Pfund Himbeeren. Und weil sie nichts dafür annimmt, machen wir ein klassisches Tauschgeschäft: Erdbeermarmelade gegen die Himbeeren, die sofort eingekocht werden sollen.

Ich messe nach: das burgenländische Pfund bewegt sich zwischen 630 und 656 g. Selbst bei diesen extremen Kursschwankungen lässt sich die Großzügigkeit der Menschen hier messen.

Wir sind dankbar und beschließen den Tag mit Marmelade-kochen und Himbeer-joghurt.

Pfarrersküken „daheim“

Pfarrersküken 2 funkt nach langem Schweigen – neue Stelle und Fernstudium hatten sie sehr gefordert. Die Paar Tage Bildungsurlaub vor ihren Abschlussprüfungen möchte sie bei uns verbringen. Wir freuen uns sehr.

3 Tage verbringt sie bei uns – Erdbeermarmelade zum Frühstück, gute Schnitzel zur Mittag, ein ruhiges Zimmer und viel Zeit zum Lernen. Ein Schwimmbadbesuch. Gute Gespräche zwischendrin.

Wir merken, wir haben sie vermisst.

Und sie sagt zum Schluss: „Ihr seid immer noch wie Eltern…“ – dann lachen wir.

Familie ist mehr als Blutsverwandt. Gottes Geist schenkt das. Wir sind dankbar.

Sockengrab

Ein langer Tag zwischen Pfarramt und Schule. Organisatorisches, Kinderquatsch, Hitze und ernste Themen. Pfarrersküken 2 meldet sich nun auch wieder zum Besuch an.

Am Ende des Tages steht die Wäsche noch da. Und verwaiste Socken.

Herr Pfarrer sagt: „Vielleicht bin ich ein Sockengrab…“ (Ich hatte ihn verdächtigt, welche zu verspeisen.)

Müde Heiterkeit. Unser Tag.

Ich bin dankbar.