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Der 5. Sonntag nach Trinitatis. Es geht um die Frage, was es bedeutet, Christ zu sein – das kanaanische Wort dafür ist Nachfolge…

Stained glass window in the the protestant Chr...

Stained glass window in the the protestant Christ church in Korntal in Southern Germany. “Follow me and let the dead bury their own dead.” (Matth 8:22). HDR (Photo credit: Wikipedia)

Tja, ev. oder rk. oder eine ähnliche Abkürzung auf der Lohnsteuerkarte wird da wohl nicht reichen, besonders dann nicht, wenn wir Jesus beim Wort nehmen, und den Predigttext im Lukasevangelium, der uns diese Woche – mich zumindest – total herausfordert, so dass ich schon seit Stunden hier vor dem Rechner sitze, und immer wieder nachhorche, ob ich noch am Atmen bin…

OI, also wirklich, Jesus ist mal wieder minimalistisch: 😉

Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein.27 Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.28 Denn wer ist unter euch, der einen Turm bauen will und setzt sich nicht zuvor hin und überschlägt die Kosten, ob er genug habe, um es auszuführen? 29 damit nicht, wenn er den Grund gelegt hat und kann’s nicht ausführen, alle, die es sehen, anfangen, über ihn zu spotten, 30 und sagen: Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und kann’s nicht ausführen. 31 Oder welcher König will sich auf einen Krieg einlassen gegen einen andern König und setzt sich nicht zuvor hin und hält Rat, ob er mit Zehntausend dem begegnen kann, der über ihn kommt mit Zwanzigtausend? 32 Wenn nicht, so schickt er eine Gesandtschaft, solange jener noch fern ist, und bittet um Frieden. 33 So auch jeder unter euch, der sich nicht lossagt von allem, was er hat, der kann nicht mein Jünger sein“ (Lk 14,26-33)

Alles hinter uns lassen und ihm nachfolgen. Dabei ist das kein Spaziergang, auf den er uns da einlädt mit Kreuz tragen und allem…

Schon ’ne ernste Sache das. Wo du wirklich gefragt bist, mit allem, was dich ausmacht – radikal eben.

Da musst du schon überschlagen, was dich das kostet, mit diesem Jesus zu gehen, genau, wie einer, der ein Bauvorhaben realisieren oder in die Schlacht ziehen will.

Jesus verspricht nämlich keineswegs nur Friede, Freude, Eierkuchen. Er sagt klipp und klar: dieser Weg mit ihm wird zuweilen richtig anstrengend, manchmal sogar schmerzhaft…

Dass es auch richtig Freude macht, und dass dir auch die Kraft zuwächst und all das – das steht dann unter einem anderen Sonntagstext.

Diesen hier aber, für den 5. nach Trinitatis will ich ‚grad in dieser Heftigkeit stehen lassen. Und atme weiter. Und gehe mit…

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