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Nedd amoi ignoriert werden ist bitter – aber immer noch besser, als so gar nicht mal auffallen, oder? 😉

philori.de

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Es gibt zweierlei Arten, etwas oder jemanden zu ignorieren. Die eine ist die Art der Ignoranz, des Unwissens ohne Absicht.

Die andere ist die Art des Wegsehens, des Verdrängens. Gerade diese ist das Zeugnis von Befangenheit, Unmut und Befremden. Man guckt weg, kontrolliert das Telefondisplay und drückt ab, blockiert eine social-media-Präsenz, signalisiert aber gerade dadurch, doch etwas oder jemanden zu bemerken und zwar gerade die Sache oder die Person, die man zu ignorieren vorgibt.

In was unterscheiden sich beide Arten des Ignorierens? Offensichtlich darin, dass man in der ersten Art nicht weiß, was oder wen man ignoriert („nedd amoi ignorier’n“ soll Karl Valentin das genannt haben); dass man in der letzteren Art durchaus weiß, was oder wen man ignoriert. Letzteres ist aber widersprüchlich. Es ist widersprüchlich, wissen zu wollen, dass ich nichts von der Existenz von etwas wüßte, wenn ich gleichzeitig weiß, was das ist.

Paradoxerweise gibt…

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