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Eigentlich der 14. Sonntag nach Trinitatis. Dann aber eines dieser Spezialsonntage, die je nach Gemeinde mal funktionieren, mal freudig aufgenommen werden, mal eine völlige Überforderung und Streß darstellen, aber weil man sie „immerschon“… Mirjamsonntag also: erarbeitet von Frauen für Frauen. Es geht darum, ich zitiere: „Frauen zu befähigen, unterdückende Strukturen in der Gesellschaft weltweit, in ihrem Land und ihrer Kirche in Frage zu stellen…“ Meine Frauen muss ich offensichtlich nicht mehr befähigen. Sie waren ganz gut in der Lage, zu sagen, dass ihnen das jetzt alles zu viel ist, mitten in den Sommerferien, 2 Wochen vor dem Gemeindefest. 🙂

Aber nun zum Thematischen:

Grenzen überwinden, Leben wagen

English: The Heeling of a bleeding women, Rom,...

English: The Heeling of a bleeding women, Rom, Catacombs of Marcellinus and Peter. Deutsch: Die Heilung der blutflüssigen Frau, Rom Marcellinus-Petrus-Katakombe, Lünette eines Arkosoliums (Ausschnitt) – in situ (Wandmalerei; 0,62 x 0,54 m) (Photo credit: Wikipedia)

Die Geschichte der Blutflüssigen Frau wird aus den verschiedensten Perspektiven bearbeitet. Ach ja, erst einmal die Geschichte für alle: Es geht da um diese Frau, die schon seit 12 Jahren krank war, und die wirklich nur noch von einem Arzt zum nächsten rannte und keiner ihr helfen konnte – eine Odysse des Leids. Und dann kommt sie zu Jesus. Eigentlich nur in seine Nähe, denn sie ahnt schon, dass es reichen dürfte, die kleinste Berührung mit ihm zu haben, damit alles wieder gut wird.
Also fasst sie einfach seinen Umhang an.

Womit sie nicht gerechnet hat, ist dass sie gemerkt wird…

Und das ist etwas, was mich an dieser Geschichte zutiefst bewegt. Dass die Hoffnung nicht zu klein, die Berührungspunkte nicht unauffällig genug sein können. Jesus merkt’s. Und bleibt stehen und fragt nach und kümmert sich. Und dann heisst es nicht, was war das für eine Frau – nein, da wird eine Verwandtschaftsbeziehung als Anrede benutzt: „meine Tochter“.

„…dein Glaube hat dich gesund gemacht…“ – und manchmal misst sich diese „Gesundheit“ eben auch nicht in körperlichen Parametern, wie bei der Frau, sondern in anderen, wie Heilsein, trotz gesundheitlichen Einschränkungen, weil ich weiß, zu wem ich gehöre, von wem ich die Kraft bekomme.