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Pfarrkirche St. Nikolaus, Billafingen, Gemeind...

Pfarrkirche St. Nikolaus, Billafingen, Gemeinde Langenenslingen, Erntedankgaben (Photo credit: Wikipedia)

Dieses Jahr immerhin in einer Gemeinde, wo ich den Kindern nicht erklären muss, dass die Milch nicht in der Tüte und das Gemüse nicht auf Supermarktregalen wächst… Es herrscht lediglich Uneinigkeit darüber, ob wir dem Lieben Gott eher für die Sonne danken müssen oder für den Regen und ob man denn nun für REEEEgen überhaupt dankbar sein muss und ob man denn sein Gemüse nicht auch im Wohnzimmer anbauen könne – nein, natürlich nicht, Doofie, dann kämen ja die Bienen nicht dran! Also auch für die Bienen danken. Und für die Regenwürmer… – so weit die Diskussion der Kinder in der vergangenen Woche; ich hoffe, ich habe alles richtig verstanden: Wir haben Grund für Dankbarkeit.

Nun der Predigttext aus dem Mattäusevangelium, Kapitel 6, 19-21:

»Sammelt euch keine Reichtümer hier auf der Erde, wo Motten und Rost sie zerfressen und wo Diebe einbrechen und sie stehlen. Sammelt euch stattdessen Reichtümer im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie zerfressen und wo auch keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Reichtum ist, da wird auch dein Herz sein.«

Nur wenige Gedanken:

1. Das mit dem Reichtüme-Sammeln wird kein gangbarer Weg bleiben. Irgendwann ist unser ökologischer Fußabdruck derartig groß, dass da nix mehr wächst…

2. Dann erinnere ich mich an einen Tischgespräch, den ich kürzlich mit meinem Mann hatte über zu viele Sachen, und darüber, dass ich reduziere, wegschmeiße, verschenke – „media vita…“ – „Ich spreche kein Latein“ -sagt er – „Dann auf Deutsch,“ -sag ich – „Mitten wir im Leben, vom Tode umfangen sind.“ „Bereitest du dich etwa schon auf deinen Tod vor?!?“ – „So etwas in der Art,“ -sag ich :“Ich kann’s ja alles doch nicht behalten. Also nur das, was wirklich wichig ist…“ Komische Gedanken hat man manchmal.

3. Dann Luther: Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott.

4. Ja, doch. Ganz wichtig. Das, worauf deine Energie verwendest, deine Ressourcen, deine Zeit, deine Liebe, das wird dich am Ende ausmachen. Und die Frage, ob du alles für dich alleine behalten hast. Oder ob du wahrgenommen hast, wo du gebraucht wirst.

5. Denn am Ende gehst du mit nix. Was bleibt, das ist eben das… himmlische… immaterielle… hm.

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