Schlagwörter

, , , , , ,

Die Umbau einer reformierten Kirche.

Früher hing ein überdimensioniertes Kreuz dort an der Wand, direkt hinter dem Tisch des Herrn, zum großen Befremden von den zugezogenen Reformierten, die nur weißgekalkte Wände in ihren Kirchen je geduldet hätten. Aus theologischen Gründen, versteht sich. Nichts soll vom Wort Gottes ablenken. Und so ein riesiges Holzkreuz…

Jetzt Umbau.

Holzkreuz im Innenraum der Ruine der St.-Oswal...

Holzkreuz im Innenraum der Ruine der St.-Oswalds-Kirche in Waschleithe (Photo credit: Wikipedia)

Ein runder, lichter Kirchraum mit großer Fensterfront soll’s werden, die Schöpfung Gottes gut sichtbar. Ein Teil der Gemeinde hängt am Kreuz (ähm… 😉 emotional, meine ich, aus Tradition) ein anderer ist insgeheim froh, dass der kreisrunde Raum keine Aufstellfläche bietet…

Kompromissvorschlag zur Güte: Im Garten aufstellen. Vom Gottesdienstraum sichtbar.

Unbehagen in der kreuzlosen Fraktion – „Das sieht dann so aus, als wollten wir jemanden kreuzigen…“

Vielleicht war es Gott, der es so gefügt hat, dass das Kreuz beim Abnehmen von der Wand kaputtgegangen ist. Vielleicht waren auch einfach nur die Arbeiter ungeschickt… Wer weiss das schon.

Jedenfalls feiern sie alle zusammen Gottesdienst in der neuen Kirche. In Frieden. Mit Gott in der Mitte. Denn er ist da, wo sich welche in seinem Namen versammeln. Mit oder ohne Kreuz.

Advertisements