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Wir sitzen da, die Frau, die mir neu ist, und ich – mir geht noch die Predigt nach; die von den neuen Wegen, Sackgassen verlassen, Neubeginn. Ich schaue aus dem Fenster, nippe am Tee – die Wärme des Getränks tut mir gut, verjagt die Halsschmerzen für einen Moment.

Immer noch Herbst!

Immer noch Herbst! (Photo credit: onitz)

„Schauen Sie mal, wie schön der Baum ist,“ – sagt sie „auf der einen Seite sind die Blätter schon ab, auf der anderen noch alle drauf.“

„Wunderschön.“ – antworte ich. „Ich mag den Herbst.“

„Ja, ich auch,“ – erwidert sie – „da kann man sich so schön zurückziehen, muss nicht immer raus.“

Wir schweigen gemeinsam. Und ich mag sie, obwohl ich sie gar nicht kenne. Ich bin dankbar für solche Menschen, die der Stille eine Bedeutung geben können.

Später wird geredet. Und auch das hat seine Richtigkeit. Aber diese Atempause – sie war ein Geschenk.