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Diesmal nicht die Perikope, doch nah dran am Offenbarungstext der aktuellen VI. Predigtreihe…

Gutshaus Blumberg

Gutshaus Blumberg (Photo credit: onnola)

„Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir.“ (Offenbarung 3,20)

Eine Tür, die schon offen ist…

Da ist erst einmal die Tür, die uns aufgetan wurde und immer wieder aufgetan wird: eigentlich schon lange, bevor wir überhaupt da waren, oder je daran hätten denken können, dass das nötig sein könnte, hat Gott schon aufgemacht… Gott hat die Türen des Himmels aufgemacht, und ist zu uns Menschen gekommen. Ganz anders, als Menschen es je erwartet hätten von einem allmächtigen Gott – und doch! Da fällt Allmacht, Größe, Majestät und Niedrigkeit, Demut und Barmherzigkeit zusammen. Da hören wir von Heerscharen von Engeln und Sternen, die ihre gewohnten Bahnen verlassen – und von einem Stall, in dessen Ecke gerade mal eine Krippe frei ist und von einfachen Hirten, an die die Botschaft als allererstes ergeht… So ist unser Gott. Ganz kreativ, wenn es darum geht, zu uns zu kommen, jede Tür aufzumachen, die im Weg sein könnte…

Eine Tür aufmachen.

Die, von der es heisst, dass nur ich sie aufmachen kann… – ich kann gar nicht mehr sagen, wie oft ich in dieser Adventszeit „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit…“ gesungen habe, aber vielleicht wird es ja gerade deshalb so oft gesungen, weil es exakt darum geht; in der anderen Strophe heisst es ja dann „meines Herzens Tür dir offen ist“… Denn darum geht es im Advent. Dass wir die Tür ganz weit aufmachen wollen. Die Türen unserer Herzen, damit er bei uns einzieht. Denn er macht den Unterschied. Den Unterschied zwischen Mutlosigkeit und Hoffnung, zwischen Zweifel und Glauben, zwischen Trauer und Freude. Wenn wir ihn hereinlassen – auch bei uns.

Eine Tür aufmachen.

Auch für die anderen. Damit sie etwas mitbekommen von dieser großen Liebe unseres Gottes, die für alle Menschen gilt. Damit sie etwas abbekommen von dem ganzen Reichtum, was wir haben – und ich denke hierbei nicht nur an Freunde und Bekannte, die man gerne mal für einen Nachmittag einlädt, sondern auch an unbequeme politische Entscheidungen, wie die Aufnahme von Flüchtlingen…

Die Tür aufmachen.
Denn ER steht vor der Tür und klopft an.

Es ist Advent. Wir wollen die Tür aufmachen.

es ist offen

es ist offen (Photo credit: judith74)

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