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Es ist der Sonntag Estomihi – Gott sei mir ein starker Fels – und die Passionszeit, die Fastenzeit rückt näher. Ich gebe zu, dass ich mir einige Gedanken darum gemacht habe, ob ich dieses Jahr fasten soll. Und wenn ja, was? Auf Süßigkeiten verzichten? Würde mir sicher gut tun. Keine Zigaretten mehr? Hmm. Wäre dran. Was das mit Gott zu tun hat? Ich muss freiheraus zugeben: Gar nix!!!

Na ja, außer, dass er mir sicher auch ‚was Gutes will… Aber wenn das alles wäre, dann wäre es echt dumm gelaufen. Da bin ich doch dankbar dafür, dass der Predigttext für den heutigen Sonntag mich mal wieder so heilsam ausrichtet.

„Rufe getrost, halte nicht an dich! Erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkündige meinem Volk seine Abtrünnigkeit und dem Hause Jakob seine Sünden! Sie suchen mich täglich und begehren meine Wege zu wissen, als wären sie ein Volk, das die Gerechtigkeit schon getan und das Recht seines Gottes nicht verlassen hätte. Sie fordern von mir Recht, sie begehren, dass Gott sich nahe.
»Warum fasten wir und du siehst es nicht an? Warum kasteien wir unseren Leib und du willst’s nicht wissen?« Siehe, an dem Tag, da ihr fastet, geht ihr doch euren Geschäften nach und bedrückt alle eure Arbeiter. Siehe, wenn ihr fastet, hadert und zankt ihr und schlagt mit gottloser Faust drein. Ihr sollt nicht so fasten, wie ihr jetzt tut, wenn eure Stimme in der Höhe gehört werden soll. Soll das ein Fasten sein, an dem ich Gefallen habe, ein Tag, an dem man sich kasteit, wenn ein Mensch seinen Kopf hängen lässt wie Schilf und in Sack und Asche sich bettet? Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag, an dem der HERR Wohlgefallen hat?
Das aber ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen. Dann wirst du rufen und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich.“ (Jesaja 58,1-9a)

Hör‘ doch auf damit, dich ständig um dich selbst zu drehen! Du kannst und wirst dich nicht selber glücklich machen. Keine Leiter bauen zu Gott, keinen Weg erkennen, nur weil du versuchst, noch perfekter zu leben. Guck doch mal in die andere Richtung als immer nur auf dich… (Uuups, erwischt – hab‘ ich wohl zu viel gegrübelt…)

Du wirst mich sehen, wenn du die Augen hebst und den Anderen neben dir erkennst und siehst, was er braucht und teilst, was du hast. Denn du hast eine Menge. Und da ist Segen drin.

…und deine Heilung wird schnell voranschreiten…

Klare Ansage, oder?