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…sind mir manchmal sowas von schleierhaft…
Ich sitze in meinem Sakristei-Büro und lese, vor der Tür tobt die Kindergruppe als würden sie sich gegenseitig schlachten… „War nur Spaß“ – antworten sie der Küsterin, die sie wutentbrannt zusammenstaucht: der Lärm war bis in ihr Haus zu hören.
Wie aus weiter Ferne nehme ich all dies wahr – meine Augen auf den Text in der Bibel geheftet als würden sie dort kleben… Und ich regne, schwere, schnelle Tropfen, obwohl mein Kopf nicht versteht… Wo waren nochmal die Tücher, die ich stets für meine Besucher für alle Fälle… Gott, ich kapiere dich nicht… Nase putzen…
Jetzt höre ich den Lärm draußen deutlich. Das geht nicht gut, da stimmt  ‚was nicht… Blick in den Spiegel – es geht. Die Kollegin musste wohl früher weg – ich sammle die Kinder und sorge für Ordnung… Jugendliche Teamer können nicht alles, sie hatten sich in die Küche verzogen… Kurz danach sind alle abgeholt und mein Regen meldet sich wieder… Gut, dass es um die Ecke ein anderes Büro gibt mit Tüchern für Besucher und einem Kollegen vom anderen Verein, der heute vielleicht sogar besser versteht, warum ich regne als ich… Es ist ja nicht die Frage, ob wir glauben, dass es gut wird. Denn das wird es. Nur manchmal regnet es eben auf dem Weg…

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