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Wieder einmal in meiner kleinen Kirche.
Es ist ja Palmsonntag – die Konfis lesen den Weg Jesu nach Jerusalem vor, wie auch diesen wunderbaren Christushymnus aus dem Philipperbrief.
Der Predigttext ist aus dem Hebräerbrief – die Stelle, wo es um die „Wolke der Zeugen“ geht. Ich merke, wie es mir Kraft und Zuversicht gibt, dass der Pfarrer darüber erzählt, wie entscheidend dieser Weg Jesu ist – geht er doch nicht Schwerem aus dem Weg. Und dann die, die diese Wege vor uns gegangen sind und uns etwas hinterlassen haben – manche für alle sichtbar, andere ganz leise und unscheinbar, nur für uns persönlich… (Ich denke an meine Großmutter und bin dankbar.) Klar ist, man geht den Weg nicht alleine – auch wenn so manche Entscheidungen einsam zu treffen sind und manche Strecken mühsam. Sein Bild dafür sind die Wegkreuze – verweilen und Entlastung erfahren; nicht, dass wir dies machen könnten – die Kraft wächst uns zu. Die „Wolke“ erzählt da von „Stecken und Stab“, hat unzählige Bilder und Geschichten…
Ich merke, wie ich in meiner Tasche krame – nein, noch nicht nach der Kollekte. Da hab‘ ich’s ja, mein Handschmeichler-Kreuz: und mit ihm meine „Wolke“! Der Mensch, von dem ich’s geschenkt bekam mit seiner Frau – wir sind im Gebet verbunden. Und noch viele mehr, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann… Aber es stimmt: die entscheidenden Wege mögen sich zwar zuweilen einsam anfühlen – sind sie aber nicht.
Ich wünsche einen gesegneten Sonntag und gute Wege.

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