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Wenn du auf den Markt gehst, koche ich morgen – sagte ich zu ihm, nicht ahnend, mit welch‘ wüster Mischung an Gemüsesorten er zurückkäme… Egal. Gemüsepfanne geht aus allen Sorten, denke ich mir, und stelle mich tapfer in die Küche, während die Babys auf dem Balkon, die Mutter im Schlafzimmer schlafen und er im Nebenzimmer Oboe spielt – die Musik tut gut, mein persönliches Konzert…

Ich sichte den Einkauf: Pastinaken, hellgelbe Möhren – das sind sie also, die Urmöhren, die man ihm so angepriesen hat, auf dem Markt – Fenchel, braune Champignons, Tomaten, Petersilien und Dill… Oiii, denke ich, und das mir… Vegetarisch kochen. Hättest du einen Braten mitgebracht, wüsste ich, was tun. Was haben wir noch? Ach ja, die restlichen, gnadenlos breiig und ohne Salz gekochten Kartoffeln, die gestern zu viel waren für die Wochenration Babybrei… OK… Also. Wär‘ ja gelacht, wenn das nicht ein leckeres Mittagessen gäbe. Muss ja nicht immer Fleisch, denke ich weiter – und wühle im Kühlschrank, Schrank, Speisekammer. Ein Ei kommt zum Vorschein, Mehl, Olivenöl, Butter. Dill kann ich wirklich nicht gebrauchen. Dafür Majoran und Thymian. Es gibt eine mediterrane Gemüsepfanne und kleine runde Kartoffelküchle, die Schwesterherz Kroketten nennt, von denen wir aber beide wissen, dass sie keine sind…

Kochen mit Live-Musik, wer hat das schon? Und mit schlafenden Babys direkt vor der Tür.

Wir essen gemeinsam in der Küche und reißen Witze über Urmöhren und modernem Fenchel – bestimmt bekommt Fenchel den Kindern deswegen nicht: sie sind altmodisch, wie wir… Die Welt ist rund. 😉

Auch den Rest des Tages zwischen Unmengen von Babybrei und mit den Kinderliedern unserer Kindheit… So ist Zuhause.

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