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Nachbarin kommt rüber – mit Babyphon am Gürtel – um sich zu verabschieden. Eigentlich wollte ich heute Nacht losfahren…

Sie nimmt mich in die Arme – mir kommen die Tränen. „Ich bleibe einfach hier. Du holst mir einfach eine Dogge aus dem Tierheim und wenn jemand kommt, um nach mir zu fragen, regelt das Viech die Sache mit dem Seelsorgeauftrag hier…“ „Gut, mach‘ ich!“ – antwortet sie „Passt das Tier überhaupt in dein Auto?“ „Nee,“ – sag‘ ich „das muss schon eine IKEA-Dogge sein mit Beinen zum Abschrauben…“ Wir lachen Tränen. „Komm, wir trinken ‚was, ist besser, als Heulen, ich hab‘ noch Schnaps drüben“ – sagt sie. „Hab‘ ich auch“ – antworte ich und mache eine Flasche auf. Wir trinken und sinnieren über Heimat, lange Wege und sonst so über’s Leben…

Nachbar kommt nach Hause. Mit 3 Bier kommt er in mein Haus reingeschlappt, ruft ganz laut „Hallo!“ – Wir tauschen Schnaps gegen Bier, trinken dann doch alles… Tut gut. Ich schiebe Pizza in den Ofen – Baby schnarcht – der Abend ist schön und reich, nicht nur an Umdrehungen…

Zum Abschied sagt Nachbarin an der Haustür: „Du kriegst deine Dogge zum Zusammenpuzzlen, und wenn’s nur ein Poster ist…“ Wir fallen uns um den Hals. „Nächstes Jahr wieder.“ – sagen wir – „Wenn es nicht irgendwie vorher klappt.“ Bis dahin Skype… besser als nix.

Gefahren wird erst morgen – ich habe grad‘ ein paar Umdrehungen zu viel… 🙂

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