Schlagwörter

, , , , , ,

…könnte ich halb Hogwarts im Schrank unter meiner Treppe unterbringen. (Zumal mein Vormieter den Raum mit einem flauschig-roten Teppichboden ausgelegt hat…) Aber nein, solche Anwandlungen und Wesenszüge nenne ich nicht mein eigen. Mein inzwischen sauberes (,wenn auch noch reparaturbedürftiges) Fahrrad fühlt sich dort sehr wohl in der Gesellschaft von Bügelbrett, Staubsauger, Gästebett, Akten und den Büchern, die ich nicht unbedingt bei mir haben muss und die noch auf die langen Winterabende und auf ihr weiteres Schicksal warten.

Derweil schlendere ich zum Postamt im Dorf – das Aufräumen trägt Früchte: ich habe doch tatsächlich bei der Durchsicht der Versicherungsunterlagen ein Schreiben gefunden, das mir eine nicht zu verachtende Summe verspricht… ‚Hm,‘ – denke ich mir – ‚einen Brief ist es wert.‘ Zusammen mit den Geburtstagsbriefen, die ich als Vertretung für die immer noch in Urlaub weilenden Sekretärin verwalte, schicke ich das Schreiben los. Und noch einen Brief zur Bekanntgabe der neuen Adresse: bin gespannt, was ich noch vergessen habe…

Dass neben dem Postamt eine Eisdiele aufgemacht hat, trägt zum Glück bei, wie auch der strahlende Sonnenschein. Dass der Umzugswagen, der bei mir um die Ecke ausgeladen wird, nichts mit mir zu tun hat, erst recht. Ich schlecke mein Eis in der wunderbaren Gewißheit, dass die Waage morgen trotzdem weniger anzeigen wird als gestern und schmunzel‘ vor mich hin.

Wieder zu Hause angekommen betrachte ich meine Diele. Sieht schlimm aus! Das einzig Gute daran ist, dass es hier leicht nach Politur riecht – ja, die Kommode ist am Werden – aber der Dreck kommt nicht davon… Ja, es waren mal wieder Männer da, schießt mir durch den Kopf, und ich muss lachen. Der Türmann. Gestern. Während die Handwerker im Haus am See immer hinter sich aufgeräumt haben, hat dieser hier ein wahres Schlachtfeld hinterlassen. Also hinein in den Raum, der wohl nie das Domizil von Harry Potter wird, Staubsauger holen, Spuren beseitigen. Harry hätte das im Handumdrehen gemacht… wie ging nochmal das Zauberwort? „Ratzeputz“? Egal. Auch so geht es ratz-fatz und die Tür schließt jetzt richtig, was auch seine Vorteile hat. 😉

Ab jetzt Männer bitte nur noch zum Espresso-Trinken… 😉

Advertisements