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Wisst ihr denn nicht, dass man die Uhr anhält, wenn der Tod im Haus ist? Die Zeit verbannt und der Ewigkeit Platz macht, damit die Sekunden nicht dahinticken und die Viertel nicht fröhlich schlagen. Ein paar Tage steht so die Zeit still, die Spiegel verhangen und eine Kerze brennt…

Könnt ihr denn nicht den Alltag unterbrechen, wo sich nebenan die Bettdecke nicht mehr hebt, wachsweiß das Gesicht…

Ein Gebet müsste man jetzt sprechen, ein Gebet, wenn man eines hätte – ich leihe euch meins… Kann man denn geliehene Gebete sprechen, wenn man keine sein eigen nennt?

Oh, trauriges Haus, wo die Uhr weiterschlägt, fast, als wäre nichts geschehen…

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