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Ist schon erstaunlich, wie erfolgreich man Hamsterräder verlassen kann, wenn man das Wort mit 4 Buchstaben sagt…

Das, was Tim Bendzko hier im Intro beschreibt, vermeide ich seit einer Weile recht gut – die es mir übel nehmen, reden jetzt nicht mehr mit mir (zum Glück!) und ich hab’s mir selbst weniger krumm genommen, als ich je gedacht hätte. 😉

Also stehe ich erst auf, wenn ich aufgewacht bin und tanze mit meiner Kaffeetasse durch die Wohnung – der Tag kann beginnen. 🙂

Das Keine-Zeit-Haben für’s Hamsterrad hat den schönen Nebeneffekt, dass ich Zeit finde für die richtig schönen Dinge im Leben: die letzten Tage vergingen im Zeichen des Unterwegs und der Begegnung. Gottesdienst in der neuen Gemeinde – wir hatten viel Spaß: dass mir eine Gemeinde tatsächlich mit spontanen Lachsalven auf manche Passagen der Predigt antwortet und am Ausgang doch Einige sagen, dass sie viel zum Nachdenken mitgenommen hätten ist irre schön…

Dann weiter in die Community: Pfarrersküken2 hat sich jetzt doch den Bart abgenommen – ich glaube, er ringt noch mit sich, wie er erwachsener wirkt, testet sich, nicht nur äußerlich, sondern auch, was die Möglichkeiten von Predigt und Liturgie angeht… Wieder mal ein sehr talentierter junger Mensch, den wir da bekommen haben für das neue Jahr und die Gemeinde ist hoch-zufrieden nach dem ersten Gottesdienst, sogar die ganz Kritischen, denn Pfarrersküken2 ist zwar kein Mann der großen klassischen Predigten, dafür aber ein richtiger Gemeinschaftsmensch, der sofort viele Kontakte knüpft und so wirkt als wäre er immer schon da gewesen – toll!

Am Abend Essen bei der Herzensfreundin – das Haus frisch renoviert und richtig schön geworden – die beiden Töchter richtige junge Damen – der neue Ehemann an ihrer Seite – nun ja, der Mann ist ein Glückspilz, das sagt er selbst… 😉

Mein Bett wartet auf mich bei den anderen Freunden – mit ihnen trinke ich dann mein Rotwein am Abend – die Welt ist sowas von rund…

Und wir stehen erst auf, wenn wir aufgewacht sind – ähm, wenn die Kinder aufgewacht sind, aber was soll’s – und verbringen den Vormittag mit, ja!, Brettspielen… Es hat manchmal Vorteile, wenn die KiTa zuhat. 😉

Mittags kriegt Pfarrersküken2 einen riesigen Steak von mir gebraten – seine Mama macht sich schon Sorgen, dass der arme Junge vom Fleisch fällt, hihi, unsere Mütter sind unverbesserlich, da braucht’s schon Jahrzehnte, bis sie begreifen, dass wir durchaus kochen können, wenn sie’s überhaupt jemals tun, ja, die Mamas – Steak also, und er freut sich, und auch über den Austausch über den Gottesdienst, die Planungen seines Dienstes in der Community… Die Themen viel, die Pläne auch – nicht nur beruflich. War ein guter Auftakt.

Am Abend Besuch im Espresso-Pfarrhaus. Pfarrfrau kocht Kräutertee. Unerwartet. Die Intensität des Gesprächs mit ihr in seiner Abwesenheit auch – war wohl dran und gut und wichtig. Ein Geschenk. „Wir haben irre viel gemeinsam.“- sagt sie und als er eintrudelt sehen wir uns lächelnd an und sagen: „Auf die Neubeginne, dieses Jahr nullen wir beide…“ – ja, auch bei den Beiden ist Neuanfang angesagt, und ja, bald feiern wir beide einen Runden…

Die Fahrt nach Hause unwegsam – so ist es, wenn Menschen für sich aufstehen – aber es kümmert mich nicht, denn Landstraße ist gerade richtig, hält mich wach, macht mich langsamer und aufmerksam. Ich lasse das Leben nicht an mir vorbeiziehen. Ich bin mitten drin.

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