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…wird mir von der alten Dame beim Kirchenkaffee bescheinigt.

Spannend, denk‘ ich mir, was der Große so mit einem macht…

Lange bei diesem Gedanken Verweilen ist aber nicht, denn es rufen die verschiedensten Gespräche – über Abendmahlsfragen und Kirchenordnungen, Kollektenbons und der Hochzeit eines jungen Paares vor 2 Wochen ist alles an Themen dabei – wie auch viel, viel, viel Rederederedebedarf einer Mitarbeiterin nach dem Kaffee in der Sakristei, die ich dann irgendwann unterbreche – die Autobahn ruft.

Ja, meine Lieben, der Alltag hat mich wieder, die Community rechnet fest mit mir, und ich verkneife mir schmunzelnd den Satz „Ich habe euch ein neues Pfarrersküken mitgebracht!“ und überlasse seine Begrüßung jemand‘ anderem – hab‘ ich doch grad‘ am Morgen gepredigt, dass Menschen ihre Talente doch in die Gemeinde einbringen sollen – gilt auch hier.

Pfarrersküken2 schlägt sich tapfer mit seinem viel zu schweren Predigttext, den er versehentlich außerhalb der Perikopenreihe ausgesucht hat, und dann nicht den Mut hatte, ihn zu verwerfen – hoch dogmatisch geht es her und dafür doch sehr gut und fundiert – die Gemeinde ist dankbar und zufrieden, findet ihn sympatisch: besonders beim Kirchenkaffee entdecken sie ihn richtig – das ist unser Mann für die Gemeinschaft! In nu knüpft er Kontakte, lässt sich erzählen, im Handumdrehen ist die zusätzliche Bibelstunde abgesprochen und sonstige Treffen und Termine auch… (Ich sitze in der Ecke, beobachte, und denke: Nächsten Monat fluppt es dann auch mit der lebensnahen Predigt – da muss er nicht mehr beweisen, dass er theologisch ‚was draufhat… 😉 )

Hinterher fahre ich ihn zum Bahnhof – auf dem Weg eine wundersame Begegnung mit einem alten, alten Freund, den ich seit Jahren nicht gesehen habe, aber immer erkennen würde… schön – und weil sein Fernbus ewig und drei Tage auf sich warten lässt, sitzen wir nun da, am Kiosk an der Ecke, beide in Amtstracht, völlig aus dem Rahmen fallend und trinken Bier. Er mit, ich ohne Umdrehungen – muss ja noch weit fahren – und lachen uns scheckig ob der Absurdität der Situation. Und weil es irgendwie trotzdem schön ist, schöne Kleidung anzuhaben, einen schönen Gottesdienst hinter sich und gute Gespräche immer noch… stört uns das nicht die Bohne… und nein, jetzt wird nicht über Berufliches geredet, denn jetzt ist Feierabend… Gut, das.

Auf dem Rückweg langes Telefonat mit dem alten Freund – was die Technik heute nicht alles möglich macht… 🙂

Und schon wieder Vollmond. Kann das sein? Eine runde Sache jedenfalls.

Eine Liedzeile geht mir die ganze Zeit durch den Kopf:

„…und den vollen Mond in dunkler Nacht…“ ja, ein Segenslied für Unterwegs, nicht wahr? 😉

Am Ende doch nicht sonnig – mondig eher… 😆

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