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Im Kindergarten werde ich schon erwartet – ja, kaum zu glauben, wie schnell das geht, dass die Kleinen mit einem rechnen… Schön ist das, und stimmt mich auch ein wenig nachdenklich, denn das Projekt ‚Erntedank‘ geht heute zu Ende – wir zeigen die wunderbaren Bilder, singen die Lieder für den Gottesdienst, besprechen noch einmal alles mit den Kindern im großen Kreis… ‚Im Gottesdienst werde ich anders aussehen‘ – ‚Ja, du trägst den schwarzen Mantel‘ – erwidern sie, und damit alle meinen Talar sehen, lasse ich mich von den Kindern umziehen. ‚Musst du dann alle Knöpfe alleine knöpfen?‘ – ‚Ja, aber das krieg‘ ich schon hin… Wisst ihr noch, mit dem Segen?‘ Sie erzählen davon. Dass man das spüren kann. Dass Gott da ist und aufpasst. Es wird ganz andächtig still in der Runde, während ich den Segen spreche…

Nachdem ich mich umgezogen habe, kommt ein kleines Mädchen auf mich zu, umarmt mich: ‚Das war schön.‘ Ein anderes reitet auf einem Zauberdrachen herbei, lächelt. ‚Kann er Feuer spucken?‘ Sie nickt. Nun werde ich von einem Drachen verfolgt, der mir – nun ja – Feuer unterm Hintern macht, während ich mit der Kitaleitung Kaffee koche und Organisatorisches abspreche. Während der Besprechung sitzt das Drachenmädchen neben mir, strahlt mich an, und lässt sich von mir Brote schmieren – zum Abschied singt sie mir ein Lied aus ‚Eisprinzessin‘ vor.

Trekkingtalare müsste man erfinden, denn die Bestattungskultur ändert sich zunehmend. Friedwald ist in. So steht heute mal wieder ein längerer Waldspaziergang an – und im Gegensatz zum freundlichen Förster bin ich nicht unbedingt praktisch angezogen… Ein Espresso danach tut gut.

Der Rest ist viel… Schweigen.