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…käme das Sterben, sagt mir die freundliche Bestatterin, als ich sie anrufe, um das Organisatorische für gleich zwei Beerdigungen in den nächsten Tagen mit ihr abzusprechen. ‚Erst sind es die Katholischen im einen Ort, dann die Evangelischen im anderen Ort… es scheint sich ein Muster zu ergeben.‘ – sagt sie, und wechselt dann ganz schnell das Thema. Wir wollen kein Muster erkennen oder -ahnen, die Route des Sensenmannes nicht sehen, keine Voraussagen machen, keine Analysen erstellen, die letzten Dinge unverfügbar lassen. Denn das sind sie. Jenseits unserer Macht.

Und doch: in diesen Tagen sind es Viele, die wir auf ihrem letzten Weg begleiten. Und noch mehr, denen wir ein Trostwort zusprechen, für die wir ein Gebet sprechen. Ganz ohne berechenbares Muster.

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