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…und dann doch oft eher nur die Kinder, während ich als Erwachsene ein Brett vorm Kopf habe und es mal wieder nicht sehe: Ich bin Gottes Kind. ER liebt mich. Und ja, ich liebe IHN auch. Und ab hier müsste es eigentlich ganz leicht fluppen mit dem ganzen Rest – das Doppelgebot der Liebe, das heute die Evangelienlesung ist evident sein: weil ich geliebt bin, liebe ich Gott zurück, und ja, natürlich bleibt da jede Menge auch für den Nächsten…

Aber, und leider kommt ein ‚aber‘ – ich stehe mir selbst im Weg. Mit dem Gottesbild mit dem erhobenen Zeigefinger, das mir verbissene, unglückliche Menschen irgendwann eingetrichtert haben und gegen das ich tapfer ankämpfe, das mich an schwachen Tagen aber immer wieder ausbremst. Dabei weiss und spüre ich, dass Gottes Liebe nicht aus Verboten und Zwängen besteht. Liebe ist anders – sie hält dich und baut dich auf. Und ich muss sie mir nicht verdienen.

Kinder wissen das – aber wir Erwachsene brauchen nun die Predigt, mit deren Worten ich in diesen Tagen ungewöhnlich viel ringe; der Predigttext aus der 6. Reihe für den 18. Sonntag nach Trinitatis macht es mir auch nicht grad‘ einfach:

Epheser 5, 15-21

So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus; denn es ist böse Zeit. Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist. Und sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern laßt euch vom Geist erfüllen. Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.

Weise fühl‘ ich mich nicht und manchmal fällt sogar Hirn anlassen ganz schön schwer… Die Zeiten sind, wie sie sind – und die Tage kurz, oder je nach Blickrichtung eben lang. (Ja, manchmal wünschte ich, es gäbe Zeit zu kaufen… 🙂 ) Doch geht es wohl hier tatsächlich um die Vernunft, wie und womit ich sie verbringe, die Zeit, damit’s gut und heilsam ist… hm.

Was hilft? Danke sagen. Immer. Und ein Lied. Auch immer – denn das setzt das übermäßig schlau sein wollen eigentümlich außer Kraft, gibt dem Geist Raum. Also heute ein Lied:

‚the world is in need of a song like this today‘ – sagt er da, und singt dann davon, dass der Himmel einen Platz in unseren Herzen finden möge, weil Jesus die Liebe ist und uns nicht im Stich lassen wird. (lyrics hier)

Eigentümlich, dass ich das den Kindern nie erklären muss. Mir aber schon. Immerhin ist es aber gelebte Erfahrung. 🙂

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