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es werden fragebögen verschickt, kennzahlen erstellt, ziele definiert

was ist wesentlich?

mehrheitsmeinungen werden erhoben

ja, es gibt wichtige dinge. der haushalt muss stimmen, gebäude müssen in ordnung sein, mitarbeiter gewonnen, qualifiziert, geführt und versorgt, gottesdienste gefeiert, menschen besucht, gehört, getauft, unterrichtet, getraut, beerdigt werden, die kirchenbücher… und… und…

lange listen entstehen, prioritäten werden festgesetzt, ihnen arbeitsstunden zugeordnet

was ist wesentlich?

und wer bestimmt das?

die mehrheitsmeinung?

manchmal frage ich mich: wo ist ER in dem prozess? sehen wir IHN noch vor lauter imperativen, vor unserem übermächtigen bemühen den status quo zu erhalten?

was wäre wenn?

was, wenn all unsere TODOlisten nicht so wesentlich wären? unsere eigenen erwartungen an uns selbst und an andere?

was wäre wenn wir nicht die emsige mehrheit bestimmen ließen mit ihrer verlustangst? was wäre, wenn ganz oben auf der liste erst einmal stille stünde? ein HÖREN? auf IHN…

würde das vielleicht eine gänzlich andere perspektive geben? dessen, was wesentlich ist? ein loslassen ergeben? eine ganz neue, befreite anziehungskraft ausstrahlen für das, was auf keiner liste stand: DIE FROHE BOTSCHAFT?

ich frag ja nur dumm…

und denke dabei an diese geschichte, die ich vor langer zeit mal gehört habe: da wurden die menschen in einem königreich gefragt – der könig dachte, das land würde nicht ausreichend effizient genutzt, deswegen – welche obstsorten die wichtigsten sind. und sie gaben antwort. ganz oben standen natürlich äpfel, birnen, pflaumen, kirschen… also gab der könig befehl, alles andere zu fällen und nur noch diese 4 sorten anzubauen. 😦 keine stachelbeeren mehr, keine himbeeren und johannisbeeren, nix mit schönen erdbeeren im frühling… 😦 die menschen fingen an, alles mit allem zu kreuzen: es geht ja gar nicht… bis der könig einsicht hatte. er nahm seine befehle zurück. besser so…

zeit fürs wesentliche?

was ist wesentlich? mehrheitsmeinungen, die oberen x positionen auf listen kommen mir vor, wie der könig in der geschichte, der wohl von vorübergehender verwirrung heimgesucht wurde…

das wesentliche – hm. nun ja. ich denke und hoffe, dass es so schön und vielfältig und reich und wohlschmeckend ist, wie ER obstsorten erschaffen hat. und dass ER uns im stillen – im hören und der zwiesprache mit IHM – wege dahin zeigen wird. es braucht vielleicht etwas mut, alte wege zu verlassen, imperative und scheinbare sicherheiten loszulassen…

aber deswegen auf erdbeeren verzichten?

hm. soweit die – noch gar nicht fertigen – gedanken…

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