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Gott ist ja so sagenhaft optimistisch. ER berechnet nicht, wie ER am effektivsten arbeitet, wie ER am schnellsten, am sichersten Erfolge erzielen kann. ER hat einfach für alle genug. Und ER geht dann los und gibt. Allen. Einfach so. Mir und dir und auch dem da drüben…

Der Predigttext für den heutigen Sonntag ist das Gleichnis vom Sämann:

Es ging ein Sämann aus, zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges auf den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen’s auf. 6 Und einiges fiel auf den Fels; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. 7 Und einiges fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten’s. 8 Und einiges fiel auf gutes Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht. Als er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre!

(Lukas 8,5-8)

Gott: ER macht nicht jeden Boden gleich, gräbt nicht alles um, verscheucht keine Vögel und rupft auch kein Unkraut. ER sät einfach aus. ER hat ja genug zu verschenken. ER hat die Fülle.

Wir: Wir brüten über Bilanzen und Haushaltsplänen, machen uns Sorgen über unsere Mißerfolge, lehnen Andersdenkende vielleicht ab, dabei könnten sie uns bereichern… Und über all dem vergessen wir’s so zu machen, wie der Sämann. So herrlich ineffektiv…

Hätten wir nur Ohren zu hören…

DANN:

würden wir merken, dass Gott uns das zutraut und dass IHM das fast gelungen lieb ist.

würden wir merken, dass auch wir die Fülle haben – und jede Menge, was wir von der Freundlichkeit und der Liebe Gottes zu erzählen haben.

bräuchten wir keine glattgezogenen, uniformen Furchen, um dort endlich mal – wenn wir alle Genehmigungen für die Anschaffung für eine teure Sämaschine eingeholt haben – mit dem Säen anzufangen…

würden wir einfach erzählen. Allen sagen, dass Gott uns liebt. Unbedingt. Rundherum. Immer. Unabhängig von Erfolg oder Mißerfolg. Und wir würden erzählen davon, dass es uns zu anderen Menschen macht.

und es wäre uns egal, ob wir dafür Anerkennung oder Unverständnis ernten. Denn das läge nicht in unserer Hand – und das wäre auch gut so.

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