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2030 war die magische Zahl. Irgendjemand hat bei Kirchens gerechnet. Hochgerechnet. Statistiken. Bis 2030. Bis dahin sollten wir um so und so viel weniger werden. Und unsere Finanzmittel sollten auch erheblich geschrumpft sein. Und überhaupt sollte bis dahin die Evangelische Kirche wirklich an Gewicht und Bedeutung eingebüßt haben – die Zahlen sprächen eine eindeutige Sprache, die Tendenz sei klar: Relevanzverlust, Finanzkrise… Habe ich Negativbegriffe vergessen? Bestimmt.

Ab der ominösen Statistik hing die Zahl 2030 in der Luft, wie das Schwert des Damokles, wie eine feststehende Größe – so wird es sein, die Zeichen sind eindeutig. Widerworte? Fehlanzeige. Die Kalkulation war klar. Alle Faktoren berücksichtigt.

Ich beobachtete. Und sah welche, die im vorauseilenden Gehorsam schon mal mit dem Schrumpfprozess anfingen. Reform auf Reform häuften. Wie kopflose Hühner den status quo zu erhalten suchten mit unzähligen Thesen – und was-noch-Papieren… und Diskussionen. Plötzlich war keine Zeit mehr zu verlieren. KEINE ZEIT!!!

2030 lügt nicht.

Oder doch?

Die Losung heute macht mich nachdenklich. Erst recht mit dem Lehrtext zusammen.

Die Völker hören auf Zeichendeuter und Wahrsager; dir aber hat der HERR, dein Gott, so etwas verwehrt. (5.Mose 18,14)
Einer ist euer Lehrer: Christus. (Matthäus 23,10)
Inmitten all der Reformen, Diskussionen, Thesen und Un-Thesen war oft keine Zeit. Keine Zeit zum Stehenbleiben für ein Wort. Für SEIN Wort. Oder ein Gebet.
Vielleicht haben wir das Entscheidende vergessen: Christus in unsere Mitte zu lassen. Und den Geist. Der weht, wo er will.
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