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Nach wievielen? – vier? fünf? – ich weiß es nicht mehr – surreal langen Tagen kommt dieses Lied im Radio auf dem Heimweg. Ich drehe laut. Irgendetwas daran hat mich ergriffen…

Ed Sheeran: I See Fire

Momentaufnahmen gehen mir durch den Kopf:

– wie ich mit meinen tollen Konfis da sitze und auf ein erfolgreiches, wunderbares Jahr zurückblicke, während wir den Geburtstagskuchen des einen Mädchens essen: ‚Jetzt ist sie ein echter Teenager!‘ – sagt ihre Freundin. Wir lachen.

– wie wir in der Community eine erwachsene Frau taufen. Hinterher, beim Fotografieren sagt sie mir: ‚Je mehr ich mich auf Gott einlasse, desto mehr kommt mein Leben in Ordnung.‘

– und wie ich mit den Brautleuten da sitze und sie kaum Worte dafür finden, was sie aneinander toll finden, so groß ist es; dafür müssen sie lange überlegen, um Anstrengendes zu benennen. Nein, nicht frisch verliebt. Sie sind schon sehr lange ein Paar. Eine schöne, gewachsene Liebe. Tut gut, das.

– und wie die Zwillinge gewachsen sind – und wie wunderbar sie sind… Sie wollen mich nicht gehen lassen. Hm. ❤

– und der letzte Abend, den wir mit Pfarrersküken zusammen verbracht haben: das gemeinsame Jahr war ein Geschenk. Für mich, für die Community und er sagte, auch für ihn… Ein schöner Abschied.

– und war da nicht Gottesdienst? Ich habe vom großen Gastmahl erzählt, zu dem wir alle eingeladen sind… Abendmahl haben wir gemeinsam gefeiert und plötzlich machte sich eine Freude breit – und ich dachte: ‚wenn wir einmal vergessen, darüber zu lamentieren, was nicht gut ist und merken, wie viel wir haben… ach…‘ Wir haben Grund, dankbar zu sein.

– und noch viel mehr…

Heute Morgen saß ich da in einer Besprechung und witzelte darüber, dass ich einen ‚Schlupftag‘ bräuchte: einen Tag, den man unbemerkt und terminfrei dazwischenschiebt… Mein Gegenüber erwiderte: ‚Ja, und eine Sitzungsbrille, die immer ganz interessiert und aufmerksam guckt, wenn wir schon ganz müde sind…‘ Abermals lachten wir – und machten uns wieder an die Berge von Arbeit.

Es sind noch 12 Tage bis zum Urlaub, auf den ich mich mehr denn je freue. Ich bin müde. Aber vor allem bin ich unendlich dankbar.

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