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Der 14. Sonntag nach Trinitatis. Predigttext ist die Heilung der 10 Aussätzigen.

Sie treffen Jesus irgendwo auf dem Weg zwischen Samarien und Galiläa – Jesus ist wie immer unterwegs, bezieht keine Kirche, keine Synagoge und auch keine Seite. Die 10 Männer, die krank und aus der Gemeinschaft ausgeschlossen sind, sprechen ihn an und bitten ihn um Hilfe. Jesus macht kein Wunder, keine unmittelbare Heilung. Schickt sie nach Jerusalem, in den Tempel – sie sollen sich dort von den Priestern bescheinigen lassen, dass sie gesund sind.

Eine paradoxe Anweisung, sind sie doch alle krank. Und doch machen sie sich auf den Weg. Ich frage mich, wie viel Vertrauen das gekostet haben muss, sich so auf den Weg zu machen, den Weg durchzuhalten. Unterwegs passiert es dann. Sie werden gesund.

Und ich denke mir – wie oft passiert uns Ähnliches. Während wir uns irgendwie durchwurschteln, in der Hoffnung, dass wir am Ende ein gutes Ziel erreichen, dass ER einen guten Plan für uns hat – da passiert es. Es wird heile – auf dem Weg. Gewissermaßen im Vorbeigehen. Keine Wunder, keine Knalleffekte, keine besonderen Zauberworte – doch auf dem Weg des Vertrauens geschieht etwas, was einen heile macht…

Einer kommt zurück zu Jesus. Und verpasst das nicht, was die anderen neun versäumen. Nicht das Wohlerzogene Danke-Sagen, sondern dass er Jesus ganz aus der Nähe begegnet und für sein Leben versteht, dass er die ganze Zeit von Gott begleitet war. Er ist nicht über das Wunder hinweggegangen vor lauter Freude – er hat die Freude ins Herz gelassen. Einen Glauben gefunden, der hilft.

Unterwegs wurde er heil. An Leib und Seele.

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