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Heisse Schokolade, in der Früh gekocht – im Bett trinken dürfen, Hörnchen dippen…

Die langen, selbsterfundenen Gute-Nacht-Geschichten – als die Prinzessin auf der Erbse dann auf einem riesigen Turm aus Decken zu schlafen suchte und der Turm immer wieder umfiel, war von Schlafen keine Rede mehr und das war gut so.

Lachen.

Ihre Geräusche im Garten hören, als die Sommersonne dich weckte. Kakao.

Wasser vom Brunnen holen. Mit der Gießkanne geduscht werden. Oder in der Emaillewanne von oben bis unten abgewaschen. Und ein Plumsklo. Sommerhaus eben.

Knöpfe in der alten Blechdose suchen für die Puppenkleider die sie auf der alten Nähmaschine für deine Puppen nähnte.

Und Erbsengemüse und Maiskolben aus ihrem Garten. Himbeeren vom Strauch essen.

Im alten Bücherschrank nach Mädchenromanen stöbern. Auf den Bauch legen, lesen.

Keine Schimpfe bekommen, wenn du wieder zu lange in der Sonne warst. Saure Sahne auf den verbrannten Schulten und Himbeersirup zu trinken. ‚Bis du heiratest, hast du’s schon längst vergessen.‘

Lagerfeuer machen und in alten Laken über den Weinberg geistern dürfen.

Auf langen Zugfahrten Finger- und Fadenspiele und Geschichten.

Für jeden sein Lieblingsessen.

Und du warst immer richtig.

Alle ihre Enkel waren immer richtig.

Mit dem Segen hat sie sich verabschiedet. Und dem Aufzählen der wirklich wichtigen Dinge. Und sie sagte: „Wir sehen uns wieder.“

Ja, das tun wir.

An dem Tag, als sie starb, war strahlender Sonnenschein.

Wir haben sie vorgestern beerdigt.

Es waren alle da. Alle. Von überall.

Weil Großmutter eben Großmutter war.

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