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Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.

2. Korinther 5,19

Karfreitag ist Versöhnung.

Dass Gott das Leid, das wir verursachen, das uns widerfährt, ernstnimmt.

Versöhnung bedeutet – Schuld nicht ignorieren, negieren, kleinreden. Gleichgültigkeit, Lieblosigkeit, Gewinn- und Machtstreben tun weh, schlagen Wunden. Und Gott entzieht sich dem nicht. ER leidet mit. Und ER übernimmt die Rechnung.

Deswegen ist Versöhnung, ein wirklicher Neuanfang möglich: die Rechnung ist bezahlt – wir müssen nicht so tun, als sei alles in Ordnung, wir müssen eigenes und fremdes Leid nicht rächen, verdrängen, die Schuld dafür anderen in die Schuhe schieben. Jesus hat die Rechnung schon übernommen – damit wir Frieden finden.

Frieden miteinander, mit uns selbst, mit dem eigenen Bruchstückhafen, unseren Schrammen und Verletzungen. Und heil und versöhnt werden.

Karfreitag ist Versöhnung.

Mitten unter uns aufgerichtet das Kreuz – das Wort – die Gute Nachricht, dass Schuld, Verletzung und Tod nicht das letzte Wort haben werden.

Denn Gott versöhnte die Welt – also auch uns – mit sich selber.

Das ist Karfreitag.

Die Skulptur „Versöhnung“ von Josefina de Vasconcellos wurde zum 10. Jahrestag der Öffnung Berliner Mauer am 9. November 1999 vor der Kapelle der Versöhnung in Berlin aufgegestellt. Das Original (1977) steht in der School of Peace Studies an der Universität Bradford. Weitere Kopien der Skulptur stehen in Hiroshima, in der Kathedrale von Coventry und in Stormont Estate, Belfast.

 

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