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Quasimodogeniti – so heißt der Sonntag und der Predigttext aus dem 1.Petrusbrief ist schillernd und lobt Gott auf eine sehr realistische Art und Weise. Er klammert die schweren Seiten des Lebens nicht aus:

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten
zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch,
die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet zur Rettung, die bereitsteht, in der letzten Zeit offenbart zu werden.
Darin jubelt ihr, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid,
damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer befunden wird als die des vergänglichen Goldes, das durch Feuer erprobt wird, zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi;
den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, über den ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude jubelt;
und so erlangt ihr das Ziel eures Glaubens: die Rettung der Seelen.

 

Die Auslegungen sehr verschieden. Manche sperrig, nicht zu gebrauchen, besonders die, die einem weismachen wollen, dass wir bloß auf das Jenseits hofften.

Mitnichten!

Jetzt und hier haben wir Hoffnung.

Jetzt ist uns schon Gottes Bewahrung und Barmherzigkeit sicher.

Die Schwierigkeiten? Ja, die gibt es, wenn’s denn nun sein muss. (Und ich bin manchen ‚modernen‘ Übersetzern echt böse, dass sie suggerieren, teilweise sogar schreiben, Gott würde prüfen, uns schwere Zeiten zumuten – davon ist im Urtext nichts zu finden und davon finde ich bei Gott auch nichts.) Die Schwierigkeiten werden uns erfahren lassen, dass Gott uns bewahrt. Gut für das Vertrauen.

Und manchmal sehen wir alles erst viel später. Ist ja auch klar.emmausfortress12

Pastorenfreundin hat geschrieben. Über Emmaus. Dass die beiden Jünger alles gehört und gesehen haben und dann gehen sie weg und diskutieren und sie lassen Ostern noch nicht an sich ran. Aber wie sie da gehen – sicher ein schwerer Weg – und reden und mit diesem Mann sprechen. .. Sie sehen erst dann die Dinge. Die Sache mit der Auferstehung, dass Jesus ja da ist. Und alles was sie theoretisch schon hätten wissen können. Und dann ‚fliegen‘ sie zu den anderen… 😇 Ist gut, sie rennen bloß, aber das ganze hat was Beflügeltes.

Und wir? Wir haben Jesus nicht gesehen. Manche sagen, man müsste sehen, um zu glauben.

Aber was wäre, wenn wir all das, was wir an Erfahrung mit diesem ‚Nicht-Gesehenem‘ haben, zusammentragen? Wäre da nicht eine Menge?

Ich glaube, das dürfte beflügeln.

Als wären wir wieder neu geboren.

 

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