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…dieses Lied, das mich doch ziemlich lange beschäftigt hat. Gehört habe ich es am Sonntag Rogate – an dem Sonntag, als ich gerade darüber gepredigt hatte, dass das Beten, vor allem das gemeinsame Gebet eine Menge verändern kann. Ich hatte an dem Sonntag zu meiner Gemeinde gesagt, dass das Gebet richtig mächtig ist, und dass es uns zwar erst einmal gar nicht so erscheinen mag, aber dann doch: es verändert nicht bloß unsere innere Realität, sondern auch die Welt um uns herum.

Und zwar deswegen: Weil wir uns Gedanken machen über die Dinge. Und sie dann ansprechen. Erst vielleicht still, im Kämmerlein. Dann aber auch öffentlich. In der Kirche – und dann auch nach Außen. Und, ganz wichtig: es ist ja nicht bloß ein ethisches oder politisches Statement, das wir da machen –  wir rechnen fest mit der Realität, dass wir da einen Verbündeten haben, der mächtiger ist, als wir und als all das, was uns zu schaffen macht, was uns umgibt, wovon wir jetzt vielleicht denken, es sei unveränderlich oder alternativlos.

Und dann hab ich Beispiele gesammelt. Historische natürlich, denn die Zukunft sehen wir noch nicht. Die Reformation – nicht zuletzt auch eine soziale Bewegung, die Menschen Freiheit und Bildung ermöglichte. 1989 – die Wende: Montagsgebete… Friedensgebete. Und, und, und…

Auf dem Heimweg hörte ich dann das Lied „Where is the Love“ von Black Eyed Peas mit der Frage: Can you practice what you preach?

Lyrics hier.

Jedenfalls frage ich mich seither, wann wir endlich wieder anfangen, öffentlich Gebete für Frieden, gegen Waffenhandel, ungerechtes Wirtschaftsgebaren und all das zu veranstalten.

„Es würde keiner kommen.“ – so sagte man mir, als ich vorschlug, es einfach zu tun.

Da bin ich mir nicht so sicher.

 

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