Unterwegs aufgesammelt

Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , ,

…die Krümel, die schon wieder wenigstens 12 Körbe ergeben. 🙂

Herzküken ist 1 Jahr alt geworden. 🙂 Beim Telefonat mit der Mama erinnern wir uns an das Gespräch vor einem knappen Jahr. Sie sagte: Das Baby will leben- ich kann das spüren. Gebete und OPs. Wir feiern Geburtstag. Das Kind ist quietschfidel.

Pfarrersküken macht sich – und wie! Ganz selbständig, während ich vor ZahnOP, Konfirmation und Handy- und Brieftaschendiebstahl kurzfristig außer Gefecht bin übernimmt sie. Ganz groß.

Die wunderbaren Konfis haben ebensolche Eltern! Grußwort und Gemeindebriefartikel sagenhaft – ich staune und bin nur dankbar. Wir sehen uns wieder. Zum Brunch. In der Kirche. Auf allgemeinen Wunsch.

Und Herzmann. Hm.  ❤

…und schon wieder unterwegs.

Krümel aufsammeln nicht vergessen.

Gute Mächte sind unsichtbar um uns.

Sonntag – Wie die neugeborenen Kinder

Schlagwörter

, , , , ,

Quasimodogeniti – so heißt der Sonntag und der Predigttext aus dem 1.Petrusbrief ist schillernd und lobt Gott auf eine sehr realistische Art und Weise. Er klammert die schweren Seiten des Lebens nicht aus:

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten
zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch,
die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet zur Rettung, die bereitsteht, in der letzten Zeit offenbart zu werden.
Darin jubelt ihr, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid,
damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer befunden wird als die des vergänglichen Goldes, das durch Feuer erprobt wird, zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi;
den ihr liebt, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an den ihr glaubt, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, über den ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude jubelt;
und so erlangt ihr das Ziel eures Glaubens: die Rettung der Seelen.

 

Die Auslegungen sehr verschieden. Manche sperrig, nicht zu gebrauchen, besonders die, die einem weismachen wollen, dass wir bloß auf das Jenseits hofften.

Mitnichten!

Jetzt und hier haben wir Hoffnung.

Jetzt ist uns schon Gottes Bewahrung und Barmherzigkeit sicher.

Die Schwierigkeiten? Ja, die gibt es, wenn’s denn nun sein muss. (Und ich bin manchen ‚modernen‘ Übersetzern echt böse, dass sie suggerieren, teilweise sogar schreiben, Gott würde prüfen, uns schwere Zeiten zumuten – davon ist im Urtext nichts zu finden und davon finde ich bei Gott auch nichts.) Die Schwierigkeiten werden uns erfahren lassen, dass Gott uns bewahrt. Gut für das Vertrauen.

Und manchmal sehen wir alles erst viel später. Ist ja auch klar.emmausfortress12

Pastorenfreundin hat geschrieben. Über Emmaus. Dass die beiden Jünger alles gehört und gesehen haben und dann gehen sie weg und diskutieren und sie lassen Ostern noch nicht an sich ran. Aber wie sie da gehen – sicher ein schwerer Weg – und reden und mit diesem Mann sprechen. .. Sie sehen erst dann die Dinge. Die Sache mit der Auferstehung, dass Jesus ja da ist. Und alles was sie theoretisch schon hätten wissen können. Und dann ‚fliegen‘ sie zu den anderen… 😇 Ist gut, sie rennen bloß, aber das ganze hat was Beflügeltes.

Und wir? Wir haben Jesus nicht gesehen. Manche sagen, man müsste sehen, um zu glauben.

Aber was wäre, wenn wir all das, was wir an Erfahrung mit diesem ‚Nicht-Gesehenem‘ haben, zusammentragen? Wäre da nicht eine Menge?

Ich glaube, das dürfte beflügeln.

Als wären wir wieder neu geboren.

 

Karfreitag

Schlagwörter

,

Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.

2. Korinther 5,19

Karfreitag ist Versöhnung.

Dass Gott das Leid, das wir verursachen, das uns widerfährt, ernstnimmt.

Versöhnung bedeutet – Schuld nicht ignorieren, negieren, kleinreden. Gleichgültigkeit, Lieblosigkeit, Gewinn- und Machtstreben tun weh, schlagen Wunden. Und Gott entzieht sich dem nicht. ER leidet mit. Und ER übernimmt die Rechnung.

Deswegen ist Versöhnung, ein wirklicher Neuanfang möglich: die Rechnung ist bezahlt – wir müssen nicht so tun, als sei alles in Ordnung, wir müssen eigenes und fremdes Leid nicht rächen, verdrängen, die Schuld dafür anderen in die Schuhe schieben. Jesus hat die Rechnung schon übernommen – damit wir Frieden finden.

Frieden miteinander, mit uns selbst, mit dem eigenen Bruchstückhafen, unseren Schrammen und Verletzungen. Und heil und versöhnt werden.

Karfreitag ist Versöhnung.

Mitten unter uns aufgerichtet das Kreuz – das Wort – die Gute Nachricht, dass Schuld, Verletzung und Tod nicht das letzte Wort haben werden.

Denn Gott versöhnte die Welt – also auch uns – mit sich selber.

Das ist Karfreitag.

Die Skulptur „Versöhnung“ von Josefina de Vasconcellos wurde zum 10. Jahrestag der Öffnung Berliner Mauer am 9. November 1999 vor der Kapelle der Versöhnung in Berlin aufgegestellt. Das Original (1977) steht in der School of Peace Studies an der Universität Bradford. Weitere Kopien der Skulptur stehen in Hiroshima, in der Kathedrale von Coventry und in Stormont Estate, Belfast.

 

Lesenswert

Schlagwörter

, , ,

Hohesundtiefes sagt selten etwas zu politischen Themen. Dennoch: dies hier scheint wichtig. Wie gehen wir mit den Ereignissen um? Ist die  (mediale /emotionale ) Eskalation hilfreich oder spielen wir dadurch denen in die Hände, die Freiheit und Frieden gefährden?
Ich habe die Nachrichten aus Brüssel gelesen – und für die Menschen dort gebetet. Ansonsten tue ich hier meine Arbeit, meinen kleinen Beitrag dafür, dass die Welt frei und friedlich bleibt. Ich glaube, das ist nicht wenig.

Dieser Artikel wirklich lesens- und bedenkenswert:

The scariest thing about Brussels is our reaction to it

http://gu.com/p/4hzgx?CMP=Share_AndroidApp_WordPress